Marktbücherei Lappersdorf
Kirchberg 3
93138 Lapeprsdorf
Theke.jpg
Bücherecke Historisches.jpg
Lesesofa rot.jpg
Treppe von oben.jpg
Dachgeschoss.jpg

Medienempfehlung

Medienempfehlung

Auf dieser Seite finden Sie eine Medienempfehlung, die ein Mitglied des Büchereiteams gibt. Wir stellen Ihnen hier ein Buch/Hörbuch/Film aus dem Büchereibestand vor, das Sie vielleicht interessieren wird.

Der Medientipp in diesem Monat stammt von Büchereimitarbeiterin Manuela Liebl.


„Das Leben ist manchmal woanders“
von Ulrike Herwig

Das Buch erzählt von Gregor, einem 14-jährigen Jungen, der anders ist als andere. Er hat ein Faible für schrill gemusterte, exzentrische Kleidung, trägt selbst im Sommer eine Schaffellmütze mit Ohrenklappen, seine Badeschuhe  m ü s s e n  grün sein und das Essen in Formen geschnitten. Gregor ist alles andere als kontaktscheu und begegnet seiner Umwelt mit entwaffnender Direktheit. Er kommt damit zurecht, aber die anderen Leute haben mit ihm oft ein Problem und stempeln ihn als „Bekloppten“ ab. Trotzdem zaubert er auch des öfteren ein Lächeln auf die Lippen der Menschen, wenn er zum Beispiel zur Kassiererin im Schwimmbad sagt, dass sie heute sehr schön aussieht.
Als Gregor und seine Mutter zu einem Besuch bei ihrer Schwester Judith und deren Mann Achim sind, kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem Marlene, Gregors Mutter, schwer verletzt wird. Für Judith ist klar, dass sie ihren Neffen solange wie nötig bei sich aufnehmen. Achim steht dem ganzen etwas skeptisch gegenüber, da ihm sofort wieder der Schreikrampf vom letzten Besuch einfällt, den die ganze Hausgemeinschaft mitbekommen hat. In deren Mehrparteienhaus leben alle Mieter ihr eigenes Leben und keiner kümmert sich um den anderen.
Auf seine unkonventionelle und unvoreingenommene Art blickt Gregor hinter die Fassade dieser Menschen. Mit einem seltenen Gespür und entwaffnender Ehrlichkeit bringt er sie zum Nachdenken und zaubert selbst auf das griesgrämige Gesicht des Herrn Walter ein Lächeln.
Nach und nach beginnen die Hausbewohner miteinander zu sprechen, sich füreinander zu interessieren sowie sich gegenseitig zu helfen und es verändert sich vieles zum Positiven.

Ulrike Herwig ist eine warmherzige Geschichte mit Tiefgang gelungen, die zum Nachdenken anregt. Aufgrund ihres humorvollen und flüssigen Schreibstils möchte man das Buch kaum aus der Hand legen.
Ich habe es am Ende mit einem Lächeln geschlossen und mir gewünscht, dass manche Menschen auch im echten Leben einem Jungen wie Gregor begegnen.