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Zahlung der Einlagensicherung nach Insolvenz der Greensill Bank AG

09.04.2021 Nachdem für die Greensill Bank AG am 16. März 2021 auf Antrag der BaFin das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, sind die Einleger durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken entschädigt worden.

Hierzu gehört auch der Markt Lappersdorf. Der Markt hat am 8. April 2021 eine Zahlung in Höhe von 100.000 € über die getätigte Einlage sowie eine Zahlung in Höhe von 260 € über die entgangenen Zinsen erhalten. Die Angelegenheit ist somit für den Markt Lappersdorf zufriedenstellend abgeschlossen. Wir bedanken uns bei den beteiligten Stellen für die schnelle und unkomplizierte Abwicklung.

Auf Grund der medialen Aufmerksamkeit, die das Thema zuletzt vor allem im Artikel der Mittelbayerischen Zeitung von 24. März 2021 „Greensill-Pleite erfasst Lappersdorf“ erfahren hat, möchten wir noch einige Ausführungen zur Anlagenstrategie des Marktes Lappersdorf im Allgemeinen sowie der getätigten Einlage bei der Greensill Bank AG im Speziellen geben:

Der Markt Lappersdorf tätigt keine mittel- und langfristigen Anlagen ohne eine entsprechende Absicherung

Nachdem die Einlagensicherung im Oktober 2017 „reformiert“ wurde, besteht für Einlagen von Kommunen bei Privatbanken grundsätzlich kein Schutz mehr. Seit Oktober 2017 tätigen wir daher Einlagen im mittel- und langfristigen Bereich nur noch bei den Sparkassen und Raiffeisenbanken. Hierfür fallen allerdings Verwahrentgelte an. Lediglich für kurzfristige Liquiditätsüberschüsse haben wir seit 2017 ein Tagesgeldkonto bei einer namenhaften Privatbank im Inland, die solche Verwahrentgelte noch nicht erhebt, unterhalten. Das Geld auf diesem Konto war zur sofortigen Auszahlung vorgesehen und verbleibt dort nur einige Tage. Aktuell befindet sich auf diesem Konto jedoch kein Guthaben.

Die Einlage bei der Greensill Bank AG war zu keiner Zeit in Gefahr

Entgegen anderslautender Berichte in der Presse und Stimmen aus der Kommunalpolitik waren die von uns getätigten Einlagen bei der Greensill Bank AG zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Betrag in Höhe von 100.000 € wurde von uns im Oktober 2016, also vor Änderung der Einlagensicherung und somit nach alter Rechtslage, angelegt. Die Anlagedauer wurde mit fünf Jahren vereinbart. Als die Einlagensicherung im Oktober 2017 für die Kommunen im Bereich der Privatbanken aufgehoben wurde, blieb für bereits getätigte Einlagen ein garantierter Bestandsschutz erhalten. Auf diesen Umstand wurde durch die Marktverwaltung ausdrücklich hingewiesen.

Formulierungen in der Presse wie:

- „der Markt Lappersdorf bangt um 100.000 €“ oder
- „Die Kämmerei ist jetzt beauftragt das Geld irgendwie zurückzuholen. Die Aussichten dafür dürften nicht allzu rosig sein.“

müssen wir auf das Schärfste zurückweisen. Diese Behauptungen entsprechen in keinster Weise der Realität.

Auch das Zitat eines Kommunalpolitikers:
„…es sind ja die Steuergelder der Bürger, denen man jetzt wohl vergeblich nachrennen muss.“ haben wir mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Fakt ist:
Das Geld war zu keiner Zeit in Gefahr. Es war zu jedem Zeitpunkt ordnungsgemäß abgesichert. Dem Markt Lappersdorf ist weder ein Vermögens- noch ein Zinsschaden entstanden.


Auswirkungen der Insolvenz der Greensill Bank AG für die Anlagestrategie des Marktes

Wir sehen uns in unserer Strategie, Anlagen nur bei unseren Hausbanken zu tätigen, bestärkt. Die Vorgänge haben einmal mehr offenbart, dass für Kommunen positive Renditen nur mit einem Risiko zu erwirtschaften sind. Vor diesem Hintergrund macht es aktuell wenig Sinn große Rücklagen aufzubauen. Besser ist es, das Geld in Infrastruktur für die Zukunft zu investieren, wie wir dies in den letzten Jahren bereits erfolgreich getan haben. Diesen Weg werden wir weiter beschreiten.


Christian Hauner
Erster Bürgermeister



Kategorien: Rathaus