Marktbücherei Lappersdorf
Kirchberg 3
93138 Lapeprsdorf
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Medienempfehlung

Auf dieser Seite finden Sie eine Medienempfehlung, die ein Mitglied des Büchereiteams gibt. Wir stellen Ihnen hier ein Buch/Hörbuch/Film aus dem Büchereibestand vor, das Sie vielleicht interessieren wird.

Der Medientipp in diesem Monat  stammt von der Mitarbeiterin Manuela Liebl.


„Mehr als nur ein Traum“

„Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird.“
Dieses Zitat von Martin Luther King ist der Titelgeber für das Buch „Mehr als nur ein Traum“, das kurz vor dem 50. Todestag des Bürgerrechtlers erschienen ist.

1963: Deutschland erholt sich gerade langsam von den Schrecken der Nazizeit.
Im Süden der USA gibt es Proteste gegen die Diskriminierung der schwarzen Bürger, die von Martin Luther King angeführt werden. Die jahrhundertealten Traditionen sitzen tief und hinter bürgerlicher Fassade versteckt sich oft der Ku-Klux-Klan.
Zwischen Nord- und Südvietnam spitzt sich die Situation immer mehr zu und läuft auf einen Krieg hinaus, in den auch die USA mit hineingezogen werden.

Der Roman spielt an diesen drei Schauplätzen und führt uns anfangs nach Deutschland zu Felicitas Jecklin, einer 26-jährigen Fotografin mit jüdischen Wurzeln, die es geschafft hat, die grausamen Kriegsjahre in vielen kleinen Verstecken zu überleben.
Als sie überraschenderweise ein Haus in den USA erbt, macht sie sich auf den Weg nach Mississippi, um dort ein neues Leben zu beginnen. Das schöne Anwesen befindet sich außerhalb einer Kleinstadt und sie findet schnell Kontakt zu den Bewohnern des Ortes. Trotz mehrerer Warnungen freundet sie sich auch mit ihren schwarzen Nachbarn an und gerät dadurch ins Visier des Ku-Klux-Klans.
Schon bald weiß sie nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.

Für Felicitas, die jahrelange Verfolgung und Hass erlebt hat, ist die Diskriminierung dieser Menschen unverständlich und sie macht keinen Unterschied zwischen den Weißen in der Stadt und ihren schwarzen Nachbarn. Sie besticht mit ihrer Vorurteilslosigkeit und will sich den örtlichen Gepflogenheiten trotz Angriffen und Anfeindungen nicht beugen.
Als bei einem Unfall ein schwarzer Junge ums Leben kommt und nicht klar ist, wer die Schuld daran trägt, kocht die Gewalt in dem kleinen Ort hoch und Felicitas ist mittendrin.

Das Cover hat mich sofort angesprochen und der Roman hat alle meine Erwartungen an ein gutes Buch erfüllt. Es ist flüssig geschrieben, emotional, spannend und gut recherchiert.